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Agatha-Andacht Kamp 2018Am ersten Fastensonntag, dem 25. Februar 2018 fand eine feierliche panorthodoxe Andacht im Kloster Kamp zur Verehrung der hl. Reliquien der Heiligen Märtyrerin Agatha statt.

Diese Andacht, die von der russischen orthodoxen St. Barbara Gemeinde zu Krefeld organisiert wird, ist schon zu einer guten Tradition geworden, sie fand in diesem Jahr bereits das vierte Mal statt.

In diesem Jahr war das Besondere daran, dass sie auf den Sonntag der Orthodoxie fiel. Alle orthodoxen Gemeinden Krefelds waren mit ihren Gläubigen und ihrem Klerus gekommen. Zusammen mit Priester Alexej Veselov (russische orthodoxe St. Barbara Gemeinde) zelebrierten Archimandrit Sebastian (griechische orthodoxe Hl. Geist Gemeinde) und Priester Daniel Tudorache (rumänische orthodoxe Gemeinde) sowie Diakon Dr. Elmar Kalthoff.

Den gemeinsamen Chor aus Sängern und Sängerinnen aus den Gemeinden Krefeld, Düsseldorf, Essen, Mönchengladbach und Kleve leitete Elena Willimowski. Aus diesen Städten und weiteren umliegenden Gemeinden z.B. aus Duisburg und Aachen und dem fernen Bremen kamen viele Gläubige nach Kamp-Lintfort an den Niederrhein.

Das Kloster Kamp, gegründet als Zisterzienserabtei, ist fast 900 Jahre alt. Die Klosterkirche gehört – nachdem keine Mönche mehr in Kamp leben – zur örtlichen römisch-katholischen Gemeinde St. Joseph. In ihr befindet sich die größte Knochenreliquie der Hl. Agatha, die Schädeldecke.

Nach der Andacht konnten die Reliquien der Heiligen Märtyrerin Agatha verehrt werden, diese wurden zur öffentlichen Verehrung herausgebracht.

Priester Alexej ging in seiner Predigt auf den Sonntag der Orthodoxie ein und darauf, dass es jedem Gläubigen auch in widrigen Umständen obliegt, seinen Glauben zu bewahren und nach Gott zu streben. Er führte die Märtyrer an, die uns Vorbild darin sind und zeigte am Beispiel Noahs, dass auch dann, wenn sich die Mehrheit der Menschen von Gott abgewandt hat, Dieser die Ihm Treuen zur Errettung führt.

Vita der hl. Agatha:

Agatha (oder auch Agathe) wurde in Palermo (Sizilien) geboren und bekannte von Kindheit an das Christentum. Sie war eine wohlhabende, adlige sizilianische Jungfrau von großer Schönheit. Unter Dekios wurde sie auf Befehl des Regenten Quintianos, der viel von ihrer Schönheit und ihrem Reichtum gehört hatte, ergriffen und zum Statthalter von Catania geschickt. Dieser wollte sie zuerst durch Zureden und Ermahnungen, später durch vielfache schwere Martern vom Christentum abwendig machen, aber vergeblich. Mit den Händen an einen Balken gehängt, wurden Agatha die Brüste mit einer Zange zerrissen, mit einer Fackel verbrannt und schließlich abgeschnitten. In der Nacht erschien ihr dann der Apostel Petrus im Kerker und heilte sie. Tags darauf legte man sie auf spitze Scherben und glühende Kohlen, bis ein Erdbeben die Stadt erschütterte, worauf das Volk Quintianus bedrohte, bis der von der Hl. Agatha abließ und sie ins Gefängnis werfen ließ, wo sie starb. Das geschah im Jahre 251. Bald darauf starb auch Quintianus; er ertrank in einem Fluss. Über ihren Reliquien der hl. Agatha wurde eine Kirche gebaut. Am ersten Jahrestag des Todes der Hl. Agatha wurde die Stadt Palermo vom Lavastrom des Ätna bedroht. Die Überlieferung berichtet, dass der Schleier aus dem Grab der Hl. Agatha mehrfach bei Prozessionen vom Wind davongetragen wurde und so den Ausbruch des nahe gelegenen Ätna ankündigte. In der Kirche, wo sich ihre Reliquien befanden, versammelten sich zur Zeit eines Ausbruchs des Vulkans Ätna nicht nur die Christen, sondern auch die Heiden; sie hielten den Schleier der Agathe gegen das Feuer, welches sich über die Stadt ergoss und das Feuer trat zurück und erlosch. Im Dom von Catania wird der Schleier der heiligen Agatha wird zusammen mit anderen Reliquien aufbewahrt.

Troparion, 4. Ton:

Mit lauter Stimme, Jesus, ruft dein Lamm. Nach dir, oh, Bräutigam, sehne ich mich; dich suchend mühe ich mich ab; mit dir bin ich gekreuzigt und begraben durch meine Taufe; ich leide um deinetwillen, um mit dir zu herrschen; ich sterbe für dich, um mit dir zu leben. Nimm sie, die in Liebe für dich geschlachtet wird, als makelloses Opfer an. Auf ihre Fürbitte hin errette uns.

Kontakion, 4. Ton:

In herrlichem Purpur, der da getaucht ist in das unschuldige Blut der Märtyrerin Agatha möge sich heut die Kirche kleiden und rufen: Freue dich, Zierde von Katane!

 

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